Hausautomation mit Fibaro

Schon seit Monaten hatte ich mit dem Gedanken gespielt, das neue Domizil mit einer Hausautomation auszurüsten. Der Grundgedanke war, zumindest die Rollläden zeitabhängig zu steuern, ohne dass die teuren Zeitschaltuhren von Gira, Busch-Jäger etc. dafür gekauft werden müssten.

Außerdem war klar, dass eine Bus-Verkabelung à la KNX viel zu aufwendig und vor allem zu teuer ist. So ein System kann locker mal 10-20.000€ kosten. Und dann kann man es noch nicht mal selber programmieren. Tzz!

Die letzten Monate habe ich dann recherchiert und hatte mich eigentlich schon für das System „Homematic“ entschieden. Der größte Vorteil: Die sog. Aktoren können in vorhandene Schalterdosen eingesetzt werden und sind mit den Standard Schalterprogrammen kombinierbar. Nachteil: Die Programmierung sieht auf den ersten Blick recht bedrohlich aus.

Nun war ich also fast so weit, um hier zuzuschlagen (die Auswahl der Aktoren und Produkte, die man benötigt, ist übrigens der reinste Alptraum!), bis ich unversehens auf ein anderes System gestoßen bin: Fibaro.

Figaro ist eine polnische Firma, die mit diesem System den weltweiten „Z-Wave“ Standard unterstützt, sodass auch zig Produkte von anderen Herstellern eingebunden werden können. Zudem ist die Steuerzentrale „Home Center Light“ wirklich ein Highlight: Ein kleines Kästchen mit einer fantastischen Bedienoberfläche. Und ich kann selbstverständlich alle Funktionen über Smartphone, iPad, etc. steuern. Und so sieht bsp. die Oberfläche aus:

Bildschirmfoto 2014-08-08 um 15.08.04

Zu Beginn habe ich erstmal mit einer kleinen Konfiguration angefangen: Die Zentrale, 3 Rolladenschalter, 2 Türsensoren und ein Bewegungssensor.

Das Einbauen der ersten Rolladenschalter in die Unterputzdosen habe ich mal lieber unserem Elektriker überlassen, der mir alles erklärt hat, danach konnte ich das auch ganz gut allein (der erste hat noch 1,5 Stunden gedauert, am Ende war ich bei 10 Minuten…) Hier ist mal ein Foto, das den Einbau zeigt:

Fibaro Einbau

 

Ganz wichtig ist, dass der Rolladen weiterhin lokal über den Schalter zu bedienen ist, aber eben auch komplett in die Hausautomation eingebunden werden kann. Hierzu werden sog. „Szenen“ programmiert. Beispiel gefällig:

„Schließe die 3 Rollläden im Wohnzimmer 30 Minuten nach Sonnenuntergang, aber nur, wenn die Tür/Fensterkontakte geschlossen sind“ (Das heißt übersetzt, wenn man abends noch auf der Terrasse sitzt, sollen natürlich die Rollläden nicht runtergehen…) Und so sieht eine Szene dann aus:

Bildschirmfoto 2014-08-08 um 15.36.20

 

Das Programmieren und vor allem die Logik des Systems muss man zwar erst verstehen, aber dann ist es eigentlich recht simpel. Und so kamen dann nach und nach weitere Geräte hinzu, sodass mittlerweile eine ganze Menge im Einsatz sind…:

Fibaro Sammlung

Wichtig ist natürlich auch, dass man das System als Alarmsteuerung nutzen kann. Was ich da im einzelnen gemacht habe, verrate ich hier aber nicht…

Da das System in Deutschland noch nicht sehr verbreitet ist, gibt es die meisten Infos im Netz (u.a. das sehr gute Forum) nur auf englisch. Falls aber Fragen auftauchen, helfe ich gerne!

SAT>IP oder Fernsehen einfach gemacht

IMG_1169Von Anfang an stand für uns fest, dass wir auf eine komplette Antennen- oder SAT-Verkabelung im Haus verzichten möchten. Der Grund hierfür war, dass ich bereits im letzten Jahr auf die neue Technologie SAT>IP aufmerksam geworden bin und wir sowieso für fast alle Räume Netzwerkdosen geplant hatten.

SAT>IP ist ein relativ neuer Standard für den Empfang und die Verteilung von Fernsehsignalen. Alles was benötigt wird, ist ein Konverter, der die Signale von der SAT-Schüssel umsetzt und in ein bestehendes Netzwerk einspeist.

Anschließend kann mit jedem SAT>IP-fähigen Gerät (bsp. Receiver, PC, Laptop, Handy, Tablet) das Fernsehsignal wiedergegeben werden und dies sogar parallel (mit bis zu 4 Sendern gleichzeitig).

Skeptisch war ich, ob denn im Netzwerk ein störungsfreier Empfang gewährleistet ist. Um das Fazit vorwegzunehmen: SAT>IP läuft einwandfrei, stabil und vor allem ohne jegliche „Fummelei“ im Netzwerk. Ich habe selten erlebt, dass etwas mit „plug & play“ funktioniert…

Für die Interessierten stelle ich eine kurze Liste mit dem Equipment zusammen, das wir einsetzen:

  • Internetanschluss (VDSL) mit 50Mb/s über die Telekom
  • SAT-IP Konverter Triax TSS-400

tss400

 

 

 

 

 

 

ufs906

 

 

 

 

 

Zusätzlich nutze ich noch diverse Apps und Software (EyeTV, SAT>IP App, etc.), um von meinen mobilen Geräten auf das TV-Signal zugreifen zu können.

Weitere Infos gibt es auch auf der offiziellen Seite von Astra.

Nach dem Einzug…

Ich habe mich immer gefragt, warum denn bei den meisten Baublogs rund um den Einzug keine Beiträge mehr kommen. Jetzt weiß ich es: Weil man keine Zeit mehr hat…Zwischen Hausübergabe am 29.04. und dem Umzug am 07.05. ist schon so viel passiert, dass ich ganze Romane schreiben müsste. Möchte ich aber keinem zumuten, daher nur das Wichtigste:

Pünktlich am 29.04. (zur Übergabe) ist auch unsere Küche geliefert worden. Es war ja eine Ausstellungsküche von Schaffrath, die jetzt aufgebaut noch viel besser aussieht als in der Ausstellung:

So sieht sie fertig aus:

Küche

– Kurz vor dem Umzug haben wir mit fleißigen Helfern (Danke an Michael & Klaus!) die wichtigsten Dinge ins Haus gebracht: Unsere Weinvorräte, den Grill und einen Kasten Bier…

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Der Umzug selbst hat prima geklappt. Wenn jemand im Raum Düsseldorf +/- 50km eine Empfehlung haben möchte, es kann nur eine Firma geben: Sägewerk Umzüge

Eine unglaublich nette Truppe, die absolut professionell und zuverlässig war. Keine Kratzer, gutes Preis/Leistungsverhältnis und einfach nett.

– Die Treppe wurde nach dem Einzug endlich entpackt:

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– Das Kinderzimmer (und natürlich auch die anderen Räume sind fertig eingerichtet:

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– Die Terrasse ist auch fertig gepflastert (als nächstes kommt dann der Rollrasen):

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Also: Fast fertig… Fehlen nur noch die Außenanlagen. Aber dies folgt alles in den nächsten Beiträgen (auch ein Bericht zum Netzwerk und unserem neuen Fernseherlebnis via SAT-IP).

 

Haustür, Keller, Trockenbau

Inzwischen kommt man fast nicht mehr hinterher mit dem Schreiben, daher hier ein kurzes Update:

Die Haustür wurde geliefert und montiert. Jetzt fehlt nur noch der Bossenputz, der aber ziemlich aufwendig ist.

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Bei den Zimmern im OG wurde der Trockenbau fertiggestellt. Fehlt nur noch ein bisschen Boden und Farbe –> Fertig!

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Im Keller bzw. Hausanschlussraum sind die Arbeiten fast abgeschlossen. Auf meinen Netzwerkschrank bin ich ziemlich stolz…:

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Und zum Abschluss mal ein Blick von der anderen Seite und unsere Sicht von der Terrasse:

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Netzwerk – Eigenleistung

Ich hatte ja bereits geschrieben, dass wir das Thema Netzwerk und Verkabelung in Eigenleistung erbringen (siehe hier). Nachdem das ganze Equipment bereits seit einigen Wochen darauf wartete, verbaut werden, ging es letztes Wochenende endlich los.

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Zusammen mit Hajö (DankeDankeDanke!) haben wir am Freitag gut 170m CAT7 Duplexkabel verlegt. Nach einigen kleinen Schwierigkeiten (das Kabel ist anfangs immer abgerissen), hatten wir dann die richtige Technik. Evtl. sind folgende Tipps für weitere Bauherren interessant:

  • Einziehspirale ist unbedingt erforderlich. Wir hatten eine aus Kunststoff, reicht völlig
  • Immer so viele Adernpaare wie möglich in die Litze einführen (diese reißen gerne mal ab) und mit Gewebeband fixieren, siehe hier:

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  • Das Kabel sollte vorher schön ordentlich abgewickelt sein (ohne Verdrehung). Jede Verdrehung erschwert das Durchziehen
  • Lieber „drücken“ als „ziehen“, heißt wir haben uns leichter getan, wenn der Ziehende immer nur einen leichten, gleichmäßigen Druck ausgeübt hat und der Drückende das Kabel in das Leerrohr nachgeführt hat
  • Spülmittel ist okay (zum Einschmieren des ersten Teils), muss aber nicht sein und geht auch ohne

Samstag/Sonntag habe ich dann die Netzwerkdosen verlegt. Nachfolgend eine kurze Beschreibung (nach der dritten ging es auch hier recht flott, ich habe pro Dose so ca. 25min. gebraucht):

  • Kabel ca. 7cm abisoliert, Kabelschirm zurückgeschoben und auf ca. 2cm gekürzt IMG_1036
  • Kabel in die Dose einfädeln und Zugentlastung festschrauben (wir haben Telegärtner-Dosen, sehr empfehlenswert, weil recht flexibel) IMG_1037
  • Adernpaare vorsortieren (wir benutzen den T568B Standard), durch die Kabelzuführung führen und Abschirmung auf Höhe der Platine abschneidenIMG_1038
  • Kabel mit dem LSA-Werkzeug auflegen IMG_1039
  • Fertig! IMG_1041

Gestern habe ich dann noch den 19″ Netzwerkschwank aufgehängt, damit ich so schnell es geht mit dem Patchpanel weitermachen kann. Fortsetzung folgt!

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